Pfarre St. Lambertus und Barbara

Kirchen

St. Lambertus

LambertusKircheklein.jpgBeim Abbruch der alten Pfarrkirche im Jahre 1887 war deutlich zu erkennen, dass das erste Gotteshaus unserer Gemeinde die Burgkapelle des Hauses Hückelhoven und gleichzeitig die Begräbnisstätte der adligen Bewohner dieses Hauses war. Solange die Herren von Haus Hückelhoven keinen eigenen Priester anstellten, wurde in der Kapelle nur gelegentlich Gottesdienst gefeiert. Die kleine Gemeinde wurde zuerst von einem Priester aus Doveren betreut. Baron van Delen weist in einem Schriftstück aus dem Jahre 1772 darauf hin, dass die Kirche von Hückelhoven in älteren Zeiten eine Filiale der Doverener Pfarre gewesen sei. Daher kommt es auch, dass noch heute die Hückelhovener Herbstkirmes am Sontag nach dem 9. Oktober, dem Fest des hl. Dionysius, des Kirchenpatrons von Doveren gefeiert wird. Auch aus diesem Grund befindet sich in den Chorfenstern der 1888 gebauten Kirche ein Bild des heiligen Dionysius. Am 17. September 1888 erfuhr die neue (heute alte) Kirche durch Pfarrer Banritzer ihre Benediktion. Diese diente bis zum Jahre 1961 als Gotteshaus und reichte aus, solange in Hückelhoven noch keine Industrie ansässig wurde und sich die Einwohnerzahl nur langsam erhöhte.

Einige Jahre vor dem ersten Weltkrieg gab es die ersten Kohlefunde auf dem Hansberg, doch wurden die ersten Bemühungen des jungen Unternehmens durch den Ausbruch des Krieges und die damit verbundene Mobilmachung der Bevölkerung stark erschwert. Mit kaum 30 Mann wurde die Grube vor dem Zusammenbrechen bewahrt.
Nach dem ersten Weltkrieg kam es in Hückelhoven zu einer stürmischen Bevölkerungsentwicklung. Während 1919 nur 860 Hückelhovener gezählt wurden, waren es 1928 schon 4298.  Bis 1933 stand den Katholiken in Hückelhoven nur eine Kirche zur Verfügung. Wegen ihrer ständig wachsenden Zahl und des weiten Kirchenweges von der Siedlung aus, wurde 1933 die St. Barbara-Kirche gebaut. Nun reichte der Platz wieder für die verbleibenden 1200 Katholiken im Dorf.

Aber nach dem zweiten Weltkrieg wurden neue Siedlungen angelegt. Die „neue“ Kirche von 1888 wurde wieder einmal zu klein. Am 30. April 1961 wurde der Grundstein für eine Erweiterung gelegt.
Dechant Paul Schaaf benedizierte die neue Kirche am Lambertusfest 1962 und ein Jahr danach, am 15. September 1963, gab der Bischof von Aachen, Dr. Johannes Pohlschneider, ihr die kirchliche Weihe. Der neue Kirchenraum enthält fast 400 Sitz- und Stehplätze. Er ist mit dem Altbau zu einer Kirche verbunden.

Von der Ausstattung der ‘alten Kirche’ sind nur noch wenige Teile erhalten: Der Taufstein, im Zentrum der alten Kirche, stammt aus der Zeit von 1250-1300. Er besteht aus Namurer Blaustein /Belgischer Granit) und zeigt als Schmuckelemente 4 Köpfe als Relief und ein Fabelwesen. 1887 wurde die Basis erneuert, sowie ein neuer Deckel mit dem Bild des Täufers Johannes geschaffen 1992 ist er im Zuge der Neugestaltung der ‘alten Kirche’ renoviert worden und wird nach wie vor bei der Spendung der Taufe genutzt 
Die Pietà auf der rechten Seite in der neuen Kirche, ist eine niederrheinische Arbeit, die um das Jahr 1500 entstanden sein muß. Die farbliche Fassung wurde zuletzt 1875 erneuert.
Das 3,20 m lange Triumphkreuz aus Lindenholz wurde 1895 für die eben fertig gestellte ‘alte Kirche’ geschaffen und  hängt nun über dem Altar der neuen Kirche.
Der Hauptaltar und die Kanzel aus der neugotischen Ausstattung der ‘alten Kirche’ sind nicht mehr vorhanden. Teile der Seitenaltäre, die bei der Renovierung 1953 entfernt wurden, kehrten bei der Renovierung 1992 wieder zurück. Zwei Gruppen aus dem Hauptaltar (`Verkündigung an Maria’ und ‘Auferstehung’ befinden sich nun im Meditationsraum der Burg; die Apostelstatuen der Kanzel im Pfarrhaus.

In der kleinen Marienkapelle steht der Maria-Hilf-Altar von 1886. Der Beichtstuhl wurde 1891 angefertigt. Von den alten Kirchenbänken stehen nur noch drei in der Kirche.
Sechs Fenster der ‘alten Kirche’ entstanden 1952, sie stellen u.a. unter dem Einfluss des Dogmas von der leiblichen Aufnahme Mariens in den Himmel (1950) die Krönung der Gottesmutter dar.

Der Hauptaltar wurde 1962 von Wilhelm Hartmann aus Köln gestaltet (römischer Travertin)
Für den Bronze-Tabernakel mit Bergkristallen (1962 Wilhelm Hartmann) machte 1984 Michael Franke einen Sockel mit Trauben und Ähren aus römischem Travertin.
In der neuen Kirche bedindet sich ein Relief mit den 15 Stationen des Kreuzweges in Terracotta, den 1983 der Erkelenzer Künstler Michael Franke geschaffen hat.
Vom gleichen Künstler stammt der Bronze-Ambo mit der Darstellung des reichen Fischfanges.
Die Orgel baute 1975 die Wertkstatt Heinz Willibrand aus Übach-Palenberg. Sie besitzt 22 Register, eine elektrische Traktur und 1.625 Metall- und Holzpfeifen.

Aus der ehemaligen Altenheimkapelle stammen Altar,Tabernakel und Kreuz aus Stahl, die 1962 Peter Haak aus Erkelenz gemacht hat. Sie werden nun in der Werktagskirche benutzt.
Im Kirchtum befindet sich ein Bronzerelief des hl. Lambertus, das Egino Weinert aus Köln 1994 für unsere Kirche gestaltet hat, sowie seit 1993 ein ‘Tauffenster’ der Jülicher Künstlerin Monika Rütten.

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